Über das Ambiente muss man bei einem Restaurant im Huth Universum eigentlich nicht viel verlieren. Auch diesmal mit viel Liebe zum Detail bis hin zum stillen Örtchen präsentiert sich das Mama und der Bulle mit offener Küche und warmen Holztönen mit roten Akzenten. Das gewisse Extra verkörpert eine eigene Popcorn Maschine, mit welcher das Service die Tisch mit einem etwas anderen Gedeck versorgt. Apropos etwas anders… im Bar Bereich gibt es eine Jukebox mit der wohl längsten Mama Playlist der Welt. Must… resist… Deine Mutter Playlist ist so lang, wie Kern ein Kurz Zeit Kanzler war. Noch ein Highlight gefällig? Die als Messer getarnten Minihackbeile. Oder ist es umgekehrt?
Burger, Flat Iron Steaks & Special Cuts
Das Konzept ist dankbar einfach und erleichtert die Auswahl erheblich. Neben einer überschaubaren Range an Burgern, gibt es Flat Iron Steak mit einer ebenso überschaubaren Auswahl an Beilagen. Sie alle haben eines gemeinsam: teuer ist anders, das ist auch die Idee hinter dem in London sehr erfolgreichen Konzept. Selbst für ein Special Cut legt man nicht mehr als 20 EUR auf den Tisch, das 230g Flat Iron Steak schlägt sich mit nur 13,80 EUR im Geldbörserl nieder. Es gäbe zwar auch ein paar Vorspeisen aber die Not macht die beiden Manly Men erfinderisch und so müssen ein Chiliburger und ein Flat Iron Steak Burger als Vorspeise herhalten, während das Flat Iron Steak und ein (wechselndes) Special Cut – diesmal in Form einer Chuckroll den Mainact des Abends zelebrieren. Und weil die Augen größer als der Magen sind probieren wir uns durch ein Medley der Beilagen.

WHAT THE DU… FUCK. Dass das Mama und der Bulle keine Ente ist, kündigt sich bereits in der Wartezeit an. Während wir noch am Brainstormen von passenden Mama Witzen waren, fanden schon die Burger ihren Weg zu uns. Wir schwören, zwischen Bestellung und Ankunft sind nicht mehr als 10 Minuten vergangen. Sehr zu unserer Freude wie bei der Bestellung angegeben auf den Punkt medium gegart.

Geschmacklich sind wir hin und her gerissen. Während der Chiliburger an sich schon kaum Wünsche offen lässt (das Bun ist übrigens wunderbar!), ist der Flat Iron Steak Burger mit seinen glacierten Schalotten auf Sauce Bearnaise ein interessantes Novum und damit eine Option für alle, die gerne Neue Burger Kreationen ausprobieren.

Das Flat Iron Steak fand übrigens genauso schnell und bereits aufgeschnitten den Weg zu uns. Das hat auch einen guten Grund, denn das Mini Hackbeil Messer ist vergleichbar mit einem beliebigen Instagram Model mit Hauptberuf Influencer. Im besten Fall ist der Nutzen eher dekorativer Natur. Falls ihr es nicht wisst: Das Flat Iron ist in Österreich als Schulterscherzel bekannt – und eignet sich hervorragend zum kurz braten.
Hinsichtlich des Geschmacks gibt es auch beim Flat Iron Steak wenig zu kritisieren. Die Menge ist in Manly Men Augen natürlich ausbaufähig, um den Kampfpreis von 13,80 aber kein Nachteil. Bestellst dir halt zwei… und die Konsistenz wunderbar zart saftig mit einer aus der Küche wohldosierten Menge an Salz, die Puristen zwar die Augenbraue kritisch hochziehen lässt, aber wir sind Vertreter der Meinung: der Koch bestimmt, wie das Steak genossen werden soll.

Gleiches gilt auch für die Chuckroll (300g für 17,90!) die uns wirklich überrascht hat. Normalerweise sind wir es gewohnt, dass wir so eine wundervoll buttrige Note (das Steak zergeht fast auf der Zunge) nur zu einem gewissen Preis in hochklassigen Steakhäusern bekommen. Das Mama und der Bulle gibt hier ein eindeutiges Steakment hab, das da lautet: Deine Mutter müssen gute Steaks teuer sein. Machbar wird dies übrigens unter anderem durch einen 1000°C Broiler, wie wir ihn schon im Door No. 8 kennen.



Bei den Beilagen gibt es dann weniger Überraschungen. Eine solide Auswahl zu einem typischen Innenstadt Preis in ausreichender Menge. Dazu bis zu 4 Saucen vom Pfefferjus bis zur Habanero Aioli.
Bewertung Mama und der Bulle
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Erreichbarkeit - 9/10
9/10
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Ambiente - 10/10
10/10
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Angebotsvielfalt - 6/10
6/10
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Freundlichkeit - 8/10
8/10
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Schnelligkeit - 10/10
10/10
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Kompetenz - 10/10
10/10
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Menge - 7/10
7/10
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Zubereitung - 9/10
9/10
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Geschmack - 9/10
9/10
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Preisleistung - 10/10
10/10
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Sexiness - 7/10
7/10
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Hundefreundlichkeit - 7/10
7/10
Fazit
Die Familie Huth hat es (mal wieder) geschafft. Mit einer Konsequenz auf dem Level vom Rinderwahn präsentiert sich ein Restaurant mit top Ambiente und einem speziellen Angebot, das eine tolle Abwechslung zu bisher bekanntem bietet. Gleichzeitig zeigt man mit wechselnden Special Cuts, dass man das mit der Abwechslung sehr genau nimmt. Das manifestiert sich nicht zuletzt dadurch, dass die Special Cuts per Video-Wall im Restaurant ausgeschrieben sind. Na wenn das nicht effizient ist? Geschmacklich gibt es dann ebenso wie Preislich nichts (ok an den Mengen könnte man arbeiten) zu meckern – an ein Top Steak Restaurant kommt man nicht heran aber das ist mit dem Flat Iron Steak ja auch bewusst nicht der Fall. Hier geht es darum, Steaks zu äußerst attraktiven Preisen schmackhaft zu machen. Das können wir nur begrüßen, wer mit Steaks noch nicht firm ist, wird sich schwer über ein 30 EUR Filet trauen. Mama und der Bulle sind hier quasi eine Einstiegsdroge. Oder wie die Politik urteilen würde: das gehört verboten gut. Worauf wir antworten: Deine Mutter gehört verboten gut.
Restaurant Eckdaten
Schellinggasse 5, 1010 Wien
[email protected]
+43 1 512 344 9
Montags bis Sonntags
offen täglich von 12 – 24 Uhr
Küche bis 23 Uhr
https://www.mamaundderbulle.at






Abgesehen von der Restaurantbewertung mal ein generelles „Jö, es gibt Euch noch!“ zugeworfen!