Die Anreise gestaltet sich von der Manly Men Homebase im (Nord-)Westen Wiens als eher mühsam. Für uns wird eben alles, was nördlich der Donau liegt als Mordor zusammen gefasst, und so wirklich sehenswert ist doch eigentlich nur der Schicksalsberg. Also eigentlich reden wir jetzt schon von der Leopoldauer Alm, denn die mühsame Anreise steht der Odysee der drei Hobbits metaphorisch um nichts nach. Protipp: die Alm verfügt über keinen eigenen Parkplatz, ist aber möglich, sein Auto auf dem gegenüber liegenden Kika Parkplatz abzustellen. Der Eingang erfolgt dann über den überdachten „Gastgarten“ vulgo Raucherbereich. Die Stimmung im Lokal mit „almerischen“ Ambiente ist typisch wienerisch, launisch, laut und gut. Wir sind offensichtlich zur abendlichen Rushhour erschienen, denn es ist kaum ein Tisch frei. Zum Glück haben wir reserviert.
Kaum Platz genommen werden wir gleich von sehr freundlichen Kellnern umsorgt, die die Bestellungen nicht nur rasch aufnehmen sondern auch sehr flott durchführen. Insofern hat es keine 15 Minuten gedauert, bis wir unsere Auswahl auf dem Tisch hatten: Passend zur Saison ein halbes Gansl, St. Louis BBQ Ribs, Käsespätzle und eine Mistgabel des Schreckens für vier Personen.
Halbes Gansl mit Rotkraut, Birne und Kartoffelknödel

Man bekommt in der Leopoldauer Alm um 22,90 EUR eine ganz schön ordentliche Portion (passend zum Preis), aber unterm Strich kann man hier noch nicht wirklich von XXL sprechen (ist bei der durchschnittsgröße einer Gans auch schwer zu vermitteln. Satt wird eine einzelne Person davon allemal, für einen Manly Man ist die Komaschwelle damit aber noch nicht überschritten.
Geschmacklich haben wir nicht wirklich etwas auszusetzen. Das Rotkraut ist schön süß und der Knödel wunderbar fluffig und nicht „patzert“ gummiartig, wie man es schon mal erlebt haben könnte. Das Gansl überzeugt mit einer knusprig Zubereitung und ist nicht so trocken wie wir es in Anbetracht der Knusprigkeit erwartet hätten. Der dazu gelieferte Saft lässt ebenfalls keine Wünsche offen und so sind wir als erstes Zwischenfazit schon mal sehr positiv überrascht über den guten Geschmack, das kannten wir von XXL lokalen bisher nicht so.
St. Louis BBQ Ribs

Die um 19,90 EUR servierten Ribs werden in der Leopoldauer Alm Sous Vide zubereitet und mit einer sehr sehr leckeren BBQ Beize veredelt. Geschmacklich kann man streiten, ob einem das wirklich leicht vom Knochen gehende Fleisch zusagt oder nicht, man sagt ja, dass die besten Ribs sich trotzdem ein bisschen Biss bewahren, die einzige Kritik, die wir objektiv anbringen können ist, dass die Menge nicht wirklich mit einer XXL Portion gleichgesetzt werden kann. Serviert wird das Ganze mit klassischen Tiefkühl Potatoe Wedges, die für sich gut aber aus unserer Sicht nicht weiter der Rede wert sind.
Käsespätzle mit Speck

In der Preisleistung toppen diese Käsespätzle (soviel können wir schon mal verraten) den Abend. Diese Menge um 11,90 EUR kann sich schon mal sehen lassen. Dazu kommt ein herrlich käsiger Geschmack der sehr schnell sättigt. Perfekt wird das Ganze mit nicht zu wenig Röstzwiebel und Speck. Ein weiterer Beleg dafür, dass Speck alles besser macht. Eine Geschmacksleistung, an der wir nichts verbessern können.
Mistgabel des Schreckens

Wenn wir den ganzen Abend auf eine echte XXL Portion gewartet haben, hier hat sich das Warten wahrlich gelohnt. Um 17 EUR bekommt ihr (für die Mindestbestellmenge von 4 Personen) den Inbegriff eines XXL Medleys an Spare Ribs, Schnitzerl und Koteletts, sanft gebettet auf einem Bouquet aus Pommes und Potatoewedges, dekoriert mit zwei Schüsseln gemischtem Salat und 3 Saucen: Ketchup, Joghurt und Cocktail. Hier offenbart sich dann auch, was wir schon von anderen XXL Restaurants kennen. In der Masse fehlt die Klasse. Soll heißen: Das Essen war gut, aber nicht überragend und geschmacklich eher Standard. Wenn man sich hier später an etwas erinnert, dann an die Menge und weniger die Zubereitung.
Bewertung Leopoldauer Alm
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Erreichbarkeit - 6/10
6/10
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Ambiente - 8/10
8/10
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Angebotsvielfalt - 8/10
8/10
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Freundlichkeit - 8/10
8/10
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Schnelligkeit - 8/10
8/10
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Kompetenz - 7/10
7/10
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Menge - 9/10
9/10
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Zubereitung - 7/10
7/10
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Geschmack - 7/10
7/10
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Preisleistung - 8/10
8/10
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Sexiness - 8/10
8/10
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Hundefreundlichkeit - 6/10
6/10
Fazit
Für ein XXL Lokal liefert die Leopoldauer Alm eine sehr gute Leistung, vor allem für den Preis. Über das Ambiente mag man streiten (der Charme des Rauchergastgartens hält sich an der Wagramer Straße naturgemäß in Grenzen, grundsätzlich fühlt man sich dank der guten Bewirtung aber ausgesprochen wohl und wird trotz der Lautstärke (die Alm ist wirklich allzeit gut besucht) zum Wiederkommen verleitet. Wir haben jedenfalls noch eine Rechnung für unseren nächsten Besuch offen. Den unpackbar großen XXXXL Big Mama Burger.






Habt ihr gewusst, steht ja in der Speisekarte, bzw stand es früher, dass hier die Schrebergartenfolgen vom Mundl gedreht wurden?
No – kein Plan ;)
Super Bericht – und ich kann ihm vollinhaltlich zustimmen :-)
Nur wundert mich die Bewertung der „Hundefreundlichkeit“ mit 6/10
Ich konnte nicht lesen, dass euch einen Hund begleitet hat – bzw. worauf stützt ihr diese Bewertung?
Wir sind mind. alle 2 Wochen Gast in der Alm – inkl. Hund – und um den wird sich bestens gekümmert ;-) Frisches Wasser kommt unaufgefordert, ab und zu gibts ein Leckerli samt Streicheleinheiten des Personals.
So, jetzt freu ich mich noch mehr auf mein heutiges Mittagessen in der Alm :-)
Hey Markus,
Charlotte (der Hund) begleitet uns immer, sofern es nicht explizit anders im Beitrag steht. Unsere Standardwertung wenn Hunde erlaubt sind (und sie nicht unfreundlich behandelt werden), ist 5/10 Punkten. Bekommen wir auf Nachfrage Wasser für sie gibts 6/10. Bekommen wir unaufgefordert Wasser 7/10, dazu noch Streicheleinheiten 8/10. Wenn dann noch Leckerlis ins Spiel kommen, gibts je nach Menge und Art 9 oder 10/10.
Ich hoffe, wir konnten unser Hundeschema erklären :)
LG
Jetzt kenn ich mich aus :-) Bin ja ein newbie bei eurem Blog – aber ich glaube, ab jetzt sehr oft hier zu finden :-)
Danke für die ausführliche Info :-)
Das freut uns :)