Happy Hour im The Lab an der Boku
Das „The Lab“ hat sich für sein Dasein eine ganz spezielle Location ausgesucht. Und zwar residiert das – zugegeben sehr nett eingerichtete – Burger- und Pizzalokal an der Universität für Bodenkultur im 19ten Bezirk von Wien, ein paar Gehminuten von der U4 Station Heiligenstadt entfernt. Trotz guter öffentlicher Anbindung also wieder am Gluteus Maximus der Welt. Wir nutzen aber die Gelegenheit, um mit einem Vorurteil der Boku aufzuräumen. Während unserem Besuch ist uns nur ein Dreadlock tragender Hippie mit dem Aroma einer eigenen „Tee“ Plantage im Abstellkammerl begegnet. Ansonsten ist die Umgebung relativ „hipster“. Meidet halt die Menschenfressenden Pflanzen im Vorgarten ;-)


Wenn ihr dann den Mittwoch zwischen 16 und 19 Uhr für euren Besuch auswählt, kommt ihr in den Genuss der Burger Happy Hour, bei der die Preisregel gilt: Zwei Burger, zum Preis von einem. Wenn man davon absieht, dass man für einen Besuch zur Boku muss, ist das ganz ok. Richtig perfekt wird euer Besuch aber nur, wenn ihr vorher unseren Blog lest, oder die Facebook Seite vom The Lab besucht. Denn sprecht ihr die magischen Worte „Fuck the best homemade Burgers, I want Pizza“, bekommt ihr pro Nase eine Pizza aufs Haus. Diese Aktion ist zwar limitiert auf die ersten 50 Personen (alle anderen bekommen immerhin noch -50%), allerdings dürfte sich das noch nicht so rumgesprochen haben, wir waren am Mittwoch – 3 Tage nach dem Start der Aktion – da und kamen noch in den Genuss. Wenn man davon absieht, dass wir dafür an die Boku fahren mussten, ist das ganz ok.
Chili Cheese vs. Four Roses Bourbon Burger
Für unseren Test haben wir uns für den Chili Cheese Burger sowie den Four Roses Burger entschieden. Beide kamen nach nicht zu langer Wartezeit und machen beim ersten Blick schon mal keinen schlechten Eindruck. Wenn man von den unanständig großen Salatbeilage absieht. Und dem Bio in den handgemachten Biopommes (immerhin waren diese sehr lecker). Und davon, dass wir dafür an die Boku mussten.


Und der Geschmack? Schälen wir die Zwiebel von außen nach Innen, wie ein Publizistikstudent nach dem Magister, wenn er zur Küchenarbeit an die Boku muss. Das Bun war im The Lab zwar nicht mehr ganz frisch (zumindest tagesaktuell), und damit beim Beißen etwas zäher als bei Konkurrenten, dafür aber kein 0815 Bun sondern eines von der Briochesorte. Das heißt: sehr gut zu greifen, mit einer leicht süßlichen Note, die sich erst beim Kauen entfaltet. Wer uns kennt, der weiß das uns das gefällt.
Die Toppings variieren natürlich auch im The Lab von Burger zu Burger, eines haben sie aber alle gemeinsam. Und damit meinen wir nicht, dass sie von der Boku kommen. Aber knapp dran. Wir meinen den Salat, davon war einfach zuviel im Burger. Lässt das Kunstwerk zwar kilometerhoch in die Höhe ragen, aber zum Verzehr muss man den Burger zerlegen, oder man hat eine Klappe, die noch größer ist, als unsere. Speziell beim Chili Cheese Burger hat uns gefallen, dass damit keine Schoten gemeint sind sondern die con Carne Variante. Fleisch als Topping für Fleisch? Oh ja, Baby! Wenn wir dafür nur nicht zur Boku müssten. Beim Four Roses Burger stachen dann im Gegenzug die karamellisierten Zwiebel besonders hervor, aber eine Warnung an die Käsebanausen: 4 Jahre alter Bergkäse ist ein Synonym für sehr würzigen Käsegeschmack und wenn ihr ein Banause seid, dann heißt würzig: iiiieeeeeh.
Womit wir beim Kern angelangt wären, dem Patty. Beginnen wir bei den wichtigen Dingen, wie zum Beispiel dem Garzustand: der war, wie in der Karte angekündigt, zumindest in unserem Fall, medium. Allerdings war die Konsistenz des Patties eher untypisch. Und zwar nicht so leicht und locker wie bei vielen anderen Burgerlokalen sondern eher fest und elastisch wie man es vom Faschierten beim Kroaten seiner Wahl kennt. Sagt euch Pljeskavica etwas? Wie wäre es mit einem Kalbsbutterschnitzel?

Wir sind keine Lebensmittelexperten, wissen also nicht mit Sicherheit, wie so eine Konsistenz zustande kommen kann. Vielleicht möchte uns jemand mal aufklären? So entziehen wir uns in Punkto Bewertung der Qualität von The Lab Patties zumindest in Sachen Konsistenz einer Meinung und geben nur eine zum Geschmack ab: mag man eben, oder weniger. Wir mögen unsere Burger jedenfalls wie unsere Pizzen. Zum Preis von einem. Oder fluffig. Ja, fluffig geht auch.
Scheiß auf die Burger, wie war die Pizza?
Einem geschenkten Gaul schaut man normalerweise nicht ins Maul, aber wenn wir schon auf der Suche nach der besten Pizza in Wien sind (und die Boku gehört noch dazu), dann können wir auch die Teigteile vom The Lab einordnen. Blabla, Zwiebel, Publizistik, Boku Witz, bla, beginnen wir mit dem Rand. Der ist so wie wir es mögen, und zwar vorhanden. Und nicht zu knusprig. Der Boden im Gegensatz dazu schön dünn, das heißt man fühlt sich am Ende nicht ganz so überfressen wie bei der 0815 Lieferpizza.

Was die Toppings betrifft, kann das The Lab mit seiner Salamipizza bei ehrlicher Betrachtung noch nicht in der Oberliga der original neapolitanischen Pizzaköche mithalten. Zwar schmeckt die Pizza ganz ok, aber hey, wir sind an der Boku und hier würde man bei Pizzapreisen um knappe 10 EUR das Stück das bedreadlockte (?) Haupt schütteln und versuchen, am Balkon selber welche anzubauen. Die Pizza kostet im Normalfall übrigens 8,20 EUR. Als Beilage zum Burger perfekt, aber Pizzagourmets werden eher ein bisschen enttäuscht sein wenn man sie mit den Top Playern der Wiener Pizza Szene vergleicht.

Bewertung The Lab
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Erreichbarkeit - 6/10
6/10
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Ambiente - 8/10
8/10
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Angebotsvielfalt - 7/10
7/10
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Freundlichkeit - 8/10
8/10
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Schnelligkeit - 7/10
7/10
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Kompetenz - 7/10
7/10
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Menge - 7/10
7/10
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Zubereitung - 7/10
7/10
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Geschmack - 6/10
6/10
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Preisleistung - 10/10
10/10
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Sexiness - 5/10
5/10
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Hundefreundlichkeit - 6/10
6/10
Fazit
Wenn das Lokal nur nicht an der Boku wäre. Dann hätten wir keinen Running Gag für diesen Artikel gehabt. Auf skurrile Art und Weise ist das also ein Pluspunkt. Nicht zuletzt für die zahlreichen Boku-"StudierendInnen" (es müssen nicht auch noch die Gendernazis mit Fackel und Mistgabel Jagd auf uns machen), die im The Lab je nachdem fast schon aufs Haus ihre Fressflashes bedienen können. Im Ranking spielt das The Lab geschmacklich sowohl bei den Burgern und den Pizzen zwar nicht vorne mit. Bei der Preisleistung machen sie mit 2 Pizzen und 2 Burgern zum Preis von einem Burger jedoch eine Kampfansage, der so ziemlich niemand im Umkreis von Wien folgen können dürfte. Das Lokal ist sehr gut besucht, wir empfehlen daher eine telefonische Reservierung.
Restaurant Eckdaten
EDIT 15.09.2016: Das Lokal ist laut unseren treuen Fans geschlossen!
Muthgasse 11, 1190 Wien
Öffnungszeiten:
Montag, Dienstag: 11:00 – 19:00
Mittwoch, Donnerstag: 11:00 – 21:00
Freitag: 11:00 – 17:00
Telefon: +43 (0) 660/6338088 (Reservierung empfohlen!!!)
Website: thelab.wien/
Facebook: https://www.facebook.com/thelabwien/
E-Mail: [email protected]






Sehr geehrte Blogger!
Meines Wissens ist das Lokal geschlossen…
Haben Sie dazu weitere Infos. Schreibe eine große Burger-Geschichte und möchte selbstverfreilich auch die gescheiterten Existenzen erwähnen.
Mit freundlichen Grüßen
Michael Strausz
Lieber Michael,
dazu haben wir leider keine Infos – tut uns leid!
LG
Ja das Lokal ist geschlossen bitte updaten dann ersparen sich andere das auf die harte Tour herausfinden zu müssen…
Danke für die Info! Ist bereits erledigt!