Ein flotter Dreier
Auch wenn unser Wehrdienst schon eine ganze Weile zurückliegt, so bewahrheitet sich noch immer das gelernte Sprichwort: „Alleine bist du nichts, zu zweit sind wir Helden“ weshalb wir es für uns zum guten Ton gehört, nicht in kleiner Zahl im Rocky Docky Western Steakhouse aufzutauchen. Zwar konnte sich diesmal niemand für einen Burger begeistern, dafür gibt es mehr Feedback zu den gebotenen Steakvarianten. Diesmal mit dabei: das Tenderloin Filetsteak 226g, das Dry Aged Ribey Steak Special und Spare Ribs Honolulu (weil scharf). Auch wenn sich auf den ersten Blick nichts verändert hat, mit Wehmut stellen wir fest, dass das Beef Tartare nicht mehr aufzufinden ist, weshalb wir bei den Side Orders (die Sweet Potatoe Fries haben es leider nicht in die ständige Karte geschafft) kräftig zugeschlagen haben.
Während der nicht allzu langen Wartezeit haben wir die Zeit genutzt und uns im Lokal umgesehen. Die erfreuliche Nachricht. Das Ambiente ist immer noch kitschig rustikal im Western Stil gehalten und eine wunderbare Abwechslung zu den geleckten Hippie-Schuppen.
Tenderloin (Filet-) & Ribeye Steak
Anders als in anderen Steaklokalen ist das größtmögliche Filetsteak laut Karte um die 226g schwer und damit rund 30g leichter als bei der Konkurrenz. Das wäre insofern kein Problem, wenn es sich auch im Preis widerspiegeln würde – auf den ersten Blick tut es das mit 32,50 EUR (früher 29,40 EUR) jedoch nicht. Das Ribeye ist mit 33,90 EUR nicht wesentlich teurer.


Die hervorragende Preisleistung wird erst mit einem Blick auf das Kleingedruckte sichtbar, denn im Preis ist die Wahl von ZWEI Sideorders mit inbegriffen. Hier lachen uns mangels Sweet Potatoe Fires die Chili Fried Potatoe besonders an. Dabei handelt es sich um Braterdäpfel die anschließend in scharfem Chili Pulver gewälzt werden. Gibt so wahrscheinlich nirgendwo sonst in Wien und ist schwer zu empfehlen! Dazu wie es sich gehört Bacon… d.h. Bacon Beans… d.h. Fisolen mit Knoblauch und Speck. Kann man Gemüse männlicher servieren?

Die Steaks selbst waren dann wenig überraschend ausgezeichnet. Der Garpunkt perfekt getroffen und in der Zubereitung geschmacklich genau nach unseren Vorstellungen. Eine rauchige Grillnote ohne unnötige geschmackliche Fremdeinflüsse. So dass man jeder nach Geschmack sein Steak verfeinern kann, wahlweise mit Salz & Pfeffer oder mit der mitservierten Kräuterbutter auf einem unanständig großem Bouquet an Salat (Meh!), den wir selbstverständlich links liegen gelassen haben.
Spare Ribs
Zum Brennpunktthema „perfekte Spare Ribs“ herrschen in Wien zwei Meinungen vor. Die einen vertreten die Ansicht, dass das Maß aller Spare Ribs im Strandcafe zu finden ist. Die anderen haben keine Ahnung. Wir haben mittlerweile aber verschiedene Zubereitungsvarianten schätzen gelernt und den Honolulu Ribs eine zweite Chance gegeben.

Bei Spare Ribs kann man ja nicht viel falsch machen. Zum Beispiel nur eine Reihe servieren. Diese Blöße gibt man sich im Rocky Docky nicht, womit wir die Preisleistung (inklusive Braterdäpfel um 13,90 EUR) als sehr fair betrachten. In der Zubereitung dann wunderbar bissfest, auch wenn uns immer noch ein wenig an „Knusprigkeit“ und Grillnote fehlt, die wir im Strandcafe so vergöttern. Dafür sind sie geschmacklich über jeden ZWeifel erhaben. Das Rub ist eindeutig wahrnehmbar, aber nicht überaufdringlich, was in einer wunderbaren unterschwelligen Schärfe mündet, ohne ungeübte zu überfordern. Größter Kritikpunkt bleibt an dieser Stelle die Portionsgröße von 1,5 Reihen.
Darüber trösteten uns zum Glück ausgezeichnete, selbstgemachte – Zwiebelringe hinweg, die uns auf Nachfrage zusammen mit einem (unüblichen bzw. sonst nicht angebotenen) Knoblauchdip serviert wurden. Alternativ könnt ihr sie im standardisiert angebotenen Medley an Chili-, Cocktail- oder Senfdip veredeln.

Und auch wenn wir sonst nicht wirklich für Desserts zu haben sind (außer sie bestehen aus Nutella oder Pizza, vorzugsweise beides zusammen), konnten wir uns in nostalgisch kindischer Euphorie nicht den Homestyle Apple Pie verkneifen. Womit wir den Beitrag mit einem Zitat aus einer amerikanischen Teeniekomödie abschließen möchten.
Wie fühlt sich Phase 3 an?

Bewertung Rocky Docky
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Erreichbarkeit - 7/10
7/10
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Ambiente - 9/10
9/10
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Angebotsvielfalt - 10/10
10/10
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Freundlichkeit - 10/10
10/10
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Schnelligkeit - 8/10
8/10
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Kompetenz - 8/10
8/10
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Menge - 9/10
9/10
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Zubereitung - 8/10
8/10
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Geschmack - 8/10
8/10
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Preisleistung - 9/10
9/10
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Sexiness - 5/10
5/10
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Hundefreundlichkeit - 5/10
5/10
Fazit
Das Rocky Docky ist auch mit zwei Jahren Abstand zwischen unseren Tests immer noch groß dabei, wenn es um das Sammeln von Punkten in unserer Bewertung
geht. Das Ambiente ist unverändert kitschig cool und rustikal, die Karte modernisiert aber immer noch einzigartig und mit witzigen Gesetzen gespickt, die Auswahl überarbeitet und saisonale Specials an der Tagesordnung. Auch bei der Preisleistung hat das Rocky Docky nicht merklich nachgelassen, nur bei den Burgern sind sie vielleicht noch nicht ganz vorne dabei. Das macht aber nichts, denn die Kernkompetenz sind hier ohnehin die Steaks. Wer hier nicht hin und wieder vorbeischaut ist selbst schuld.
PS: falls ihr noch mehr Lust auf Steak habt, hier könnt ihr die aktuelle Bestenliste einsehen: https://mmfb.at/best-steak-2016/
Restaurant-Eckdaten
Adresse: Wien 16; Rückertgasse 39 (Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag ab 17.00)
Telefon: 01 480 32 16
Web: www.rocky-docky.at
Facebook: www.facebook.com/rockydocky.steakhouse






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