Was hat eine neue Pizzeria in der Taborstraße jetzt eigentlich mit einem Harlekin zu tun? Ganz einfach, Pulecenella (wie der Harlekin in Neapel genannt wird) ist eine Figur, die im süditalienischen Volkstheater tief verwurzelt ist. Euch erschließt sich immer noch nicht, was das mit Essen zu tun hat? Tja – der Arlecchino wird zumeist als etwas tölpelhafter, dafür aber umso gefräßigerer Diener mit Bäuerlicher Herkunft charakterisiert. Wieder was dazu gelernt! Vorab noch eine wichtige Info, die wir leider nicht hatten: im Lokal herrscht Hundeverbot (wenn der Chef da ist). Glücklicherweise war er es an diesem Abend aber nicht und Charlotte durfte dank des äußerst netten Kellners/Restaurantleiters verbotenerweise doch am Essen teilnehmen.

Ebenso spartanisch wie die Ausstattung des Lokals anmutet (typisch italienisch mit kargen Tischen und etwas kitschigen Glaslustern), zeigt sich auch die Speisekarte. Aber ebenso wie man(n) sich trotzdem auf Anhieb im Lokal wohl fühlt, lässt die Auswahl an Pizzen nicht zu wünschen übrig. Obwohl nicht auf der Karte, orderten wir ein Focaccia mit Knoblauch, eine Margherita speciale, eine Marito e moglie, eine Arlecchino und – ihr werdet es kaum glauben – eine Diavola.

Nachdem wir bei unserem Besuch zu Beginn die einzigen Gäste waren, erreichte uns dementsprechend flott die Vorspeise sowie die Info, dass für den Teig das Mehl Tipo 1 verwendet wird. Kenner werden nun eine Augenbraue hochziehen, denn wie ja jeder weiß wird für italienische Pizza meist Tipo 00 verwendet. Der Unterschied? Tipo 1 beinhaltet mehr Protein und weniger Fett als Tipo 00 – was für den hungrigen Esser bedeutet, dass die Pizza im Anschluss nicht so schwer am Magen liegt. Können wir allerdings nach einer Portion Knoblauchbrot für 4 Personen nach der Vorspeise noch nicht bestätigen, dafür war es einfach zu wenig (nicht falsch verstehen – die Portion war ordentlich, aber 4 hungrige Mäuler und leckeres Focaccia, das verträgt sich nicht sonderlich gut).




Ebenso flott wie die Vorspeise kamen dann die Pizzen – wenn auch etwas untereinander zeitversetzt – bei uns an. Schon beim Anschneiden war feststellbar, dass es sich hier nicht um eine 100%ig flauschig fluffige Neapoletanische Variante handelt, sondern eher um ein (optimales) Mittelding zwischen Römisch und wie wir sie mögen. Preislich sind alle Varianten in Anbetracht der hervorragenden Zutaten durchaus fair kalkuliert, auch geschmacklich hatten wir absolut nichts auszusetzen. Einziges Diskussionspotential bietet die Pizza Arlecchino selbst, ist sie doch mit fancy Zutaten wie Bresaola, Rucola, Parmesan und Zitronenzesten wohl nicht jedermanns Sache – unsere Testerin war jedoch voll zufrieden.


Wie es sich in einer ordentlichen Pizzeria gehört, hat auch eine Nutella Calzone den Weg auf die Speisekarte gefunden. Hier spielt der Pizzeria Arlecchino nochmal das spezielle Teigrezept in die Hände, eine derart knusprige aber gleichzeitig fluffige Calzone hatten wir noch selten wo.
Bewertung Pizzeria Arlecchino
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Erreichbarkeit - 8/10
8/10
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Ambiente - 7/10
7/10
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Angebotsvielfalt - 7/10
7/10
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Freundlichkeit - 10/10
10/10
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Schnelligkeit - 10/10
10/10
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Kompetenz - 9/10
9/10
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Menge - 8/10
8/10
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Zubereitung - 9/10
9/10
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Geschmack - 8/10
8/10
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Preisleistung - 8/10
8/10
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Sexiness - 8/10
8/10
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Hundefreundlichkeit* - 3/10
3/10
Fazit
Die Pizzeria Arlecchino bietet unserer Meinung nach unaufgeregt authentisch italienisches Ambiente, moderate Preise, hervorragendes Service und leckere Pizzen. Was fehlt auf eine Spitzenwertung? Tja - Lokale mit Hundeverbot haben´s halt bei der Hundefreundlichkeit schwer.
Restaurant Eckdaten
Adresse:
Taborstraße 21a, 1020 Wien
Öffnungszeiten:
Täglich von 12:00 – 22:00
Dienstag Ruhetag
Website: www.pizzeria-arlecchino.at
Facebook: www.facebook.com/arlecchinowien






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