Starten wir unsere „Indisch“ Tests mit einem alltime Classic…
… dem Nirvana in der Rotenturmstraße. Wenn man es nicht kennt, ist es gar nicht so einfach zu finden. So versteckt in einer kleinen Passage wirkt es von außen auch nicht wirklich vertrauenserweckend und einladend. Nun muss man aber wissen – das Lokal gibt es schon sehr lange. Grundsätzlich also ein Zeichen für gute Qualität bzw. eine treue Fangemeinde. Wir selbst waren auch schon das ein- oder andere Mal zu Gast – dementsprechend leicht fiel uns die Auswahl der Speisen. Als Vorspeise gab es ein obligatorisches Chicken Tikka, Sharabi Jhingey (in Rum und indischen Gewürzen gebratene Garnelen) sowie Papadams. Zur Hauptspeise waren sich fast alle anwesenden einig – wir bestellten 3x das Murg Aam Papai (Fruchtiges Hühnercurry mit Papayas und Mango) und 1x ein Chicken Tikka Masala.
Bevor wir nun zu unseren eigentlichen Erfahrungen kommen – ein kurzes Statement dazu, wie wir unser Curry mögen. Denn wie schon bei den Spare Ribs und Pizzen dieser Welt, teilt sich unserer Erfahrung nach die Curry Fangemeinde in zwei Lager. Die einen wollen es authentisch herb und eher scharf – die anderen (wie z.B. derjenige der jetzt diesen Beitrag verfasst) mag es lieber fruchtig, trotzdem aber mit einer gewissen Schärfe.
Ok, Ok, wir hören schon auf zu schwafeln…
und besinnen uns wieder auf das wesentliche. Z.B. auf die Vorspeisen. Die kamen nämlich ziemlich rasch – ein Pluspunkt wenn man bedenkt, dass wir (wie immer) schon ziemlich hungrig waren.

Zu den Papadams im Nirvana werden dreierlei Saucen gereicht. Was die rote war haben wir leider vergessen aber Minzchutney und Tamarindsauce haben wir uns gemerkt. Ansonsten wären diese sehr dünn frittierten Fladen auch eine recht trockene Angelegenheit – wenngleich mit diversen Gewürzen verfeinert – durchaus wohlschmeckend. Unsere Lieblingssauce war übrigens die Tamarindsauce.


Gut, die Portion des Chicken Tikka war jetzt nicht überwältigend, als Vorspeise aber angemessen. Lediglich der Preis schien uns ein wenig hoch – dafür war das Hühnerfleisch von hervorragender Qualität und sehr lecker gewürzt. Anbei wieder zweierlei Saucen – Minzchutney und Tamarindsauce. Wer jetzt keine Minze mag ist arm dran, optional kann man aber bei der Bestellung bestimmt seine Wunschsauce angeben.


Als Winter Special auf der Karte angepriesen mussten wir natürlich auch die Garnelen verkosten – was das Nirvana angeht bleiben wir in Zukunft aber lieber bei altbewährtem. Zwar waren auch die Garnelen Qualitativ hervorragend, aber die geschmackliche Performance des Belags ist offenbar nicht jedermanns Sache. Unserer Meinung (Achtung – sehr subjektiv) O.K. – aber beim nächsten Mal dann doch lieber wieder das Chicken Tikka.
Was ist jetzt mit diesem Murg Aam Papai?
Tja, dafür müsst ihr noch ein wenig weiterlesen – zuerst geben wir noch unsere Meinung über den Klassiker der (zumindest in indischen Lokalen erhältlichen) indischen Küche zum Besten.

Das Chicken Tikka Masala im Nirvana besticht durch cremige Konsistenz, mildem Geschmack (auf Wunsch auch gerne richtig scharf) und – wie schon bei der Vorspeise – qualitativ hochwertigsten Hühnerfiletstücken. Wir mögen das, obwohl in so manch anderem Lokale für die Currys eher keine Filetstücke verwendet werden (frisch saftig indisch?). Einmal kurz durchgerührt entfaltet sich der Geschmack der verschiedenen Gewürze auf der Zunge und lässt den Genießer gedanklich ins Nirvana treiben. Daher der Name?


Fruchtige Currys bekommt man(n) eher selten – vielleicht sind sie nicht ganz so authentisch? Aber wer uns kennt, weiß dass uns das ziemlich egal ist. Hauptsache es schmeckt. Und das tut es! Herrlich fruchtig, den gewünschten Schärfegrad auf den Punkt getroffen umspielt dieses Gericht unsere Zungen so gekonnt, wie es nicht jede Dame aus einschlägigen Szenenlokalen (nein wir meinen damit kein Puff) nach dem 5ten Vodka Red Bull schaffen würde (die Watschn für diesen Schmäh hat übrigens gesessen).

Wie dem auch sei – wenn ihr Papayas, Mangos und Currys mögt, probiert dieses einmal aus. Gepaart mit dem hervorragend fluffigen (jetzt tut nicht so – diesen Begriff kennt ihr von unseren Pizza Beiträgen) Naan Brot bleibt – zumindest bei uns – kein Tröpfchen übrig.
Bewertung Nirvana
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Erreichbarkeit - 7/10
7/10
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Ambiente - 7/10
7/10
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Angebotsvielfalt - 8/10
8/10
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Freundlichkeit - 7/10
7/10
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Schnelligkeit - 8/10
8/10
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Kompetenz - 8/10
8/10
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Menge - 6/10
6/10
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Zubereitung - 10/10
10/10
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Geschmack - 8/10
8/10
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Preisleistung - 7/10
7/10
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Sexiness - 5/10
5/10
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Hundefreundlichkeit - 6/10
6/10
Fazit
Die Authentizität des Nirvana können wir nicht beurteilen - sehr wohl jedoch ob es uns schmeckt oder nicht. Und das tut es. Darüber hinaus ist das Service großteils freundlich, das Ambiente nicht kitschig überladen und man bekommt ausgezeichnete Qualität serviert - wenngleich auch zu einem etwas gehobenerem Preis. Für alle glücklichen die in der näheren Umgebung arbeiten - hier wird auch ein Business Lunch zu einem fairen Preis angeboten.
Restaurant Eckdaten
Adresse:
Rotenturmstraße 16-18 (in der Passage), 1010 Wien
Öffnungszeiten:
Montag – Freitag: 11:30 – 14:00 und 18:00 – 22:30
Samstag: 12:00 – 22:30
Sonn- und Feiertag: 18:00 – 22:30
Telefon: +43 1 513 30 75
E-Mail: [email protected]
Website: www.restaurant-nirvana.com
Facebook: www.facebook.com/indischesrestaurantnirvana



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