Mundart Bar & Kitchen also. Mit Getränkekonzept von Kan Zuo. Sagt euch nichts? Doooch, den kennt ihr bestimmt – so ist Kan doch seines Zeichens das Mastermind hinter der bekannten Sign Lounge. Aber die Getränke interessieren uns – um ehrlich zu sein – nur am Rande. Viel wichtiger: was gibt es denn zu futtern? Im Mundart (übrigens direkt neben dem Bettelstudent und über der Bettelalm gelegen), gibt es eine kleine – aber auf den ersten Blick – feine Karte. Als Vorspeisen gäbe es zum Beispiel Austrian Tapas (Mangalitza Grammelschmalz, Hirschwürstel, Speck…). In kleinerer Runde angetreten entschieden wir uns dann aber doch vorab für ein Beef Tartare als Vorspeise, sowie danach die Short Ribs, die beiden verfügbaren Hot Dogs (Chili Cheese und Mustard Onion), als auch für die beiden angebotenen Burger (Pulled Pork und Burnt End).
Die nicht allzulange Wartezeit wurde uns von der ausgesprochen freundlichen Kellnerin mit Infos über die Zubereitung der Gerichte, sowie mit Gründen für die Abwesenheit von Side Dishes (hier gibt es aufgrund der offenen Küche keinerlei Frittiertes – also auch keine Pommes zum Burger) vertrieben. Auch für Charlottes Wohl wurde ohne Aufforderung gesorgt – vorbildlich!

Rasch erreichte uns auch das Beef Tartare für € 12,40 – dazu wird ein Päckchen Butter sowie ein Körbchen Schwarzbrot von der Dampfbäckerei Öfferl gereicht. Wie schon in der Karte angekündigt (120g!), eignet sich die Portion – für Manly Men – eher nicht zum Teilen. Genießt man(n) das Tartare aber alleine, darf man sich über durchaus leckeres Fleisch, sowie über sensationelles Brot (knusprige Rinde, herrlich weicher Kern) freuen.

Für € 14,30 gibts eine Beef Short Rib mit Chimichurri und Süßkartoffelpüree. Auf den ersten Blick (und Biss) solide Ausführung – saftiges Fleisch, nicht zu fettig und auf den Punkt zubereitet. Auf den zweiten Blick kommt uns das Ganze dann doch etwas bekannt vor. Hier wird uns doch nicht etwa ein Teil der Big Beef Rib von Aumaerk serviert? Machen wir es kurz, nach kurzer Recherche stellen wir fest: so ist es, und wir sind dann doch ein bisschen enttäuscht, dass man es sich hier offenbar ein wenig einfach macht (sprich: nicht selbst). To be fair – das hausgemachte Chimichurri sowie das Püree entsprachen unseren (hohen) Erwartungen.

Nachdem uns vorab erklärt wurde, die Burnt Ends stammen von der Short Rib, die in Würfel Geschnitten und in BBQ Sauce mariniert werden, gehen wir also vom gleichen Fleisch wie zuvor aus. Außen ein bisschen knusprig, innen saftig – passt eigentlich. Dazu knackige Frühlingszwiebel, frische Tomaten und ein sehr leckeres Burger Bun. Soweit so gut, trotzdem im gesamten Geschmackserlebnis eher unauffällig. Für € 12,60 ohne Sides dann doch eine – unserer Meinung nach – gewagte Preispolitik. Auf Nachfrage wurde aber versprochen, dass an dieser Stelle (vielleicht mit einer Ofenkartoffel) in Zukunft nachgebessert wird.

Ebenfalls um € 12,60, liefert auch der Pulled Pork Burger eine solide Leistung, macht aber verglichen mit fast allen getesteten Pulled Pork Exemplaren den selben Fehler nur auf das (mit BBQ Sauce marinierte) Fleisch zu setzen, welches wiederum alle anderen Zutaten (in diesem Fall eh nur Zwiebel & Bun) überstrahlt. Übrigens: Pulled Pork gibt´s auch bei Aumaerk. Ein Schelm wer böses denkt.


Stellt euch vor, ihr geht zu einem Fussball Spiel. Obligatorisch wollt ihr dort einen Käsekrainer Hot-Dog bestellen, der ist aber ausverkauft. Ihr werdet euch denken: „Damn – egal ich nehm halt nen normalen“. Soweit so gut. Ihr bekommt also einen normalen Hot Dog, mit zwei Würstchen, leckeren Röstzwiebeln und Senf. Dafür bezahlt ihr € 7,30. Tadaaa – hier habt ihr den Mundart Mustard & Onion Hot Dog. Grundsolide, aber ohne wirklichen Pepp – hier würden wir uns ein bisschen mehr Mut wünschen. Z.B. Bacon geht ja immer.


Ganz im Gegensatz zu dem ein wenig „bloshappat“ (wenn wir schon bei Mundart sind) wirkenden Mustard & Onion Hot Dog, präsentiert sich der Chili Cheese Dog mit einer herrlichen (hausgemachten) Käse Sauce, ebenfalls mit zwei Frankfurtern und garniert mit Jalapenos. Warum nicht gleich so? In dieser anbetungswürdigen Zusammenstellung, könnte das Mundart sogar den Platzhirschen von Kimbo Dogs Konkurrenz machen. Hier halten wir dann auch die veranschlagten € 7,30 für durchaus angemessener – bitte mehr davon!
Bewertung Mundart Wien
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Erreichbarkeit - 7/10
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Ambiente - 7/10
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Angebotsvielfalt - 6/10
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Freundlichkeit - 10/10
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Schnelligkeit - 10/10
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Kompetenz - 7/10
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Menge - 7/10
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Zubereitung - 7/10
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Geschmack - 7/10
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Preisleistung - 7/10
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Sexiness - 6/10
6/10
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Hundefreundlichkeit - 8/10
8/10
Fazit
Viel Licht, eigentlich wenig Schatten - wenn man außer Acht lässt, dass doch einiges vom Fleisch (premium) Convenience ist. Schmeckt zwar lecker, aber dafür müssen wir nicht zwingend essen gehen. Wofür sich ein Besuch aber auf jeden Fall lohnt, ist - neben dem göttlichen Chili Cheese Dog - die reichhaltige Getränke und Cocktail Karte. Thumbs up hierfür!
Restaurant Eckdaten
Adresse:
Johannesgasse 12,
1010 Wien
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Donnerstag 16:00 – 02:00 (Küche bis 22:00)
Freitag bis Samstag 16:00 – 04:00 (Küche bis 24:00)
Website: www.mundart.wien
Facebook: www.facebook.com/mundart.wien
Instagram: www.instagram.com/mundart.wien






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