Suchs Platzerl…
… so oder so ähnlich vernahm der erste (pünktliche) Tester die Worte des Kellners als er nach dem reservierten Tisch gefragt wurde. Gesagt getan, nur leider wurde er im falschen Schanigarten fündig. Dort gibt es nämlich zwei – und sie liegen jeweils vis-a-vis dem dazugehörigen Lokal. Kann ja auch keiner wissen – gottlob wusste es der zweite Tester. Der einzig freie Tisch im Bereich des Il Sestante war dann ja auch unserer.

Gut besucht ist das Lokal schon mal, auch das Ambiente wartet schon fast mit italienischem Flair auf. Es warad wegen der Kirche, die man doch genauer begutachten könnte. Trifft sich auch ganz gut, denn schnelles Service darf man hier nicht erwarten. Und auf aufzeigen (beim ersten mal noch ohne pfeifen oder Zunge schnalzen) sollte man auch tunlichst verzichten – denn mehr als eine abfällige Geste des, im Anschluss doch recht freundlichen – Kellners erntet man dafür nicht. Gut Ding braucht wohl Weile – insgesamt 30min nach unserer Ankunft hatten wir immerhin schon Getränke auf dem Tisch und unsere Bestellung platziert. Ach ja – wir haben uns übrigens für Bruschetta Classica (als Vorspeise), zwei mal die Tropea (die eigentliche Diavolo der Karte), eine Primavera (mit Büffelmozzarella) sowie eine Diavola (lt. Karte mit Champignons und als Extra Artischocken) entschieden.
Nach den Anfangsschwierigkeiten…
… ging das Essen dafür aber dann recht schnell. Es wird wohl nicht daran gelegen haben, dass unsere Kamera mittlerweile auf dem Tisch lag?


Aber spätestens wenn uns jemand (gutes) Essen bringt, sind wir zahm wie Lämmchen. Die Bruschetta war unserer Meinung nach hervorragend, wenngleich ein wenig (mehr) Knoblauch nicht geschadet hätte. Brot, Tomaten, Olivenöl und sogar ein paar echte Oliven machten ihre Sache aber auch allein ganz toll. Und eine Vorspeise zum Teilen mit den Freunden um € 4,80? Finden wir durchaus vertretbar.
Die Tropea…
… ist für uns übrigens die verkappte Diavola. Einfach nur Tomatensauce, Mozzarella und pikante Salami. That´s it.



Die Pizza im Il Sestante zählt zweifellos zur knusprigen Gattung. Der Teig schmeckt uns (trotzdem) sehr gut, wenngleich wir die fluffige Leichtigkeit mancher Konkurrenten doch ein wenig vermissen. Die Salami war mit ihrer pikanten Note sehr lecker. Die Mozzarella wurde wohl nicht in Scheiben sondern in Schnipseln auf die Pizza gelegt, was es leider erschwert die Qualität festzustellen. Was wir sagen können ist, dass die Konsistenz – wohl auch durch die durchaus üppige Menge – ein wenig „zach“ war.
Die Primavera…


Anders als die Tropea wird die Primavera im Il Sestante mit Büffelmozzarella zubereitet. Durchweicht den Pizzaboden zwar ein wenig mehr, dafür unwiderstehlich im Geschmack und auch weicher/fluffiger als die klassische Mozzarella. Mit frischen Cherrytomaten wirklich ein Gedicht. Nur ein wenig pikante Salami, ja die würde nicht schaden.
Die Diavola…


Eine Diavola mit Champignons? Wohl eher nicht. Immerhin hat sich ein Tester gefunden, der sich über diese gewagte Komposition drübergetraut hat und sie sogar noch mit Artischocken erweitert hat. Und siehe da – es schmeckt (zumindest ihm). Der Teig ebenso knusprig wie bei den anderen Exemplaren, die Salami pikant und der Mozzarella eh schon wissen.
Bewertung Il Sestante
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Erreichbarkeit - 7/10
7/10
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Ambiente - 10/10
10/10
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Angebotsvielfalt - 8/10
8/10
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Freundlichkeit - 5/10
5/10
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Schnelligkeit - 5/10
5/10
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Kompetenz - 7/10
7/10
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Menge - 7/10
7/10
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Zubereitung - 9/10
9/10
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Geschmack - 8/10
8/10
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Preisleistung - 7/10
7/10
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Sexiness - 6/10
6/10
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Hundefreundlichkeit - 5/10
5/10
Fazit
Gutes Essen in (besonders bei Schönwetter) tollem Ambiente? Bekommt ihr in der Il Sestante, dafür kann man auch eine längere Wartezeit in Kauf nehmen. Bei der Servicequalität müssen wir aber dennoch Abstriche machen, abfällige Handbewegungen in Richtung der Gäste dürfen nicht vorkommen.
Restaurant Eckdaten
Adresse:
Piaristengasse 50, 1080 Wien
Öffnunszeiten:
Montag bis Sonntag 11:30 – 23:30
Kontakt
Web: www.sestante.at
Facebook: www.facebook.com/il-sestante
Tel.: +43 (1) 402 98 94






Kein fenchel salsiccia, kein pizza.